Wildseemoor und Hohlohturm (Schwarzwald, 11 KM)

Heute bin ich mal ganz früh aufgestanden, um vor dem Touristenstrom am schönen Wildseemoor bei Kaltenbronn zu sein. Die idyllische Moorlandschaft lädt nicht nur zur Entschleunigung ein, sondern ist auch Deutschlands größtes naturbelassenes Hochmoorgebiet.

Ich starte am Touristenzentrum in Kaltenbronn mit meinem Rucksack und meiner Kamera (LUMIX TZ96). Es gibt sehr viele Parkplätze und von dort sind es nur rund 2 Kilometer bis zum eindrucksvollem Wildsee.

In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich auch ein Wildgehege, dem ich aber gar keine Aufmerksamkeit geschenkt habe. Am Anfang geht es breite Wege entlang bis rechts der Holzplankenweg durch das Moor startet.

Mystisch still ist es um mich. Die Holzplanken sind noch mit Tau benetzt. Der Weg sieht wie eine lange Straße ins Paradies aus. So fühle ich mich auch – tief erfüllt und voller Freude. Da ich selbst erst einmal hier war, gehe ich keinen Rundweg, sondern einfach den Weg hin und her. Es ist interessant, wie sich die Wahrnehmung verändert. Mehr und mehr nehme ich auch den Weg neben den Holzblanken wahr.

Nach dem 4. Mal geht es zurück zum Parkplatz und in die entgegengesetzte Richtung zum Hohlohturm. Auch das sind nur ca. 2 km, allerdings stetig bergauf. Auf dem Weg quere ich ein weiteres Moor – das Hohlohseemoor. Es ist viel kleiner, aber nicht weniger eindrucksvoll.

Zu bedenken gilt, dass der Hohlohturm ein bekanntes Touristenziel ist. So sind inzwischen viele Menschen um mich. Nur an ganz wenigen Stellen wird der Wald noch von der ruhigen Atmosphäre des Morgens getragen. Der Hohlohturm liegt mitten im Wald. Wer mag, kann die 158 Stufen hochgehen und einen fantastischen Blick über den Schwarzwald genießen. Kennt ihr das auch? Dass man als Kind immer die Stufen gezählt hat? Manches bleibt bis ins Erwachsenenalter. 😊

Der Turm selbst befindet sich schon auf einer Höhe von 984 ü. NN. Der Blick, den ich hatte, war also phänomenal. Grüne Nadelbäume, die sich an farbige Laubbäume schmiegen. Durch Tafeln, die oben an der Aussicht angebracht sind, ist leicht erkennbar, auf welchen Berg man schaut. Ich habe mir genau einen gemerkt – den Eierkuchenberg. Woran das wohl liegt. 😉 Dafür habe ich mir die genaue Höhe gemerkt: 28,6 Meter. Nachdem ich wirklich mehrfach in jede Richtung gesehen habe, geht es 158 Stufen wieder nach unten und auf den gleichen Waldwegen zurück nach Kaltenbronn.

Das Ausflugsziel ist wirklich schön. Man ist sehr flexibel, was die Länge der Tour angeht – je nach Wetter und Kondition. Hinzu kommt das fantastische Wetter. Der Herbst in seinem schönsten Farbenkleid dazu wärmende Sonne und strahlend blauer Himmel. Ich denke, die Tour ist auch in einer anderen Jahreszeit ein schöner Zeitvertreib, um das Herz zu weiten.

Länge der Wanderung: ca. 11 Kilometer, Höhenmeter: ca. 170 Meter

 

24.10.2021